Wild, atemberaubend und grenzenlos erstreckt sich Manitoba über beinahe endlose Weiten: mehr als 100.000 Seen, Tundra, Prärie, riesige Wälder und tosende wie ruhige Flüsse prägen die Region.

An kaum einem anderen Ort der Erde lassen sich Eisbären und Belugawale so gut und hautnah in ihrer natürlichen Umgebung beobachten wie in der „Polar Bear Capital of the World“ Churchill, hoch im Norden Manitobas.

Die abwechslungsreichen Viertel der Hauptstadt Winnipeg bieten dem Besucher eine aufregende Mischung aus Architektur, Großstadt-Flair, kulinarischen Angeboten, darstellenden Künsten und unerwarteten Abenteuern – ein Highlight ist das Canadian Museum für Menschenrechte.

Manitoba hat durchschnittlich 2300 Sonnenstunden pro Jahr.

Es wird angenommen, dass der Name „Manitoba“ von einem Wort der Cree-Indianer namens „Manitowapow“ oder „Manito bau“ stammt. Dieser Name bedeutet soviel wie „aus Manitous Geist“ und bezieht sich auf eine Insel im Lake Manitoba Narrows, wo Manitou oder der Große Geist trommelt.

In Souris, Manitoba befindet sich eine frei schwebende Fußgängerbrücke über den Souris River, 40 Meter länger und nachweislich mit noch mehr Hüpfbewegung als die berühmte Capilano Swinging Bridge in Vancouver.

Im Spruce Woods Provincial Park liegt eine ökologische Rarität für Manitoba – Spirit Sands – ein wüstenähnliche Gebiet mit 30 Meter hohen Sanddünen.

Manitobas Regionen stellen sich vor

Von den rauen Gebieten im Norden und den weiten Grünflächen der Prärie im Westen, von Landschaften im Osten, die von der letzten Eiszeit geprägt sind, bis zu den riesigen Binnenseen Lake Winnipeg und Lake Manitoba bieten die Regionen der Provinz mit seinen verschiedenen Ökosystemen die besten Voraussetzungen für einen abwechslungsreichen Aufenthalt.

Esplanade Riel Bridge, Winnipeg, Manitoba, Kanada. Foto: Pixabay, #287577, Public Domain

Winnipeg

Das pulsierende Zentrum von Manitoba
Winnipeg ist nicht nur wegen seiner Lage im geographischen Zentrum Nordamerikas außergewöhnlich, es ist auch der ideale Startpunkt, um einen unvergesslichen Aufenthalt in Manitoba zu beginnen. Die Metropole begeistert ... mehr +

Foto: Pixabay

Interlake – Unendliche Möglichkeiten zwischen den großen Seen

Es gibt keinen besseren Ort, die Sorgen und den Alltag zu vergessen als den Strand! Außergewöhnliche Strände aller Größenordnung und damit eine Menge großartiger Plätze, um sich im Sand auszustrecken und zu entspannen, bietet die Region Interlake. Umgeben vom Winnipegsee und dem Manitobasee entfaltet sich ihr Reichtum an isländischer Kultur, historischen Routen und Gebäuden der Pelzjäger, zum Beispiel in Lower Fort Garry. In der tollen Landschaft gibt es einige exzellente Golfplätze. Im Winter ist das Gebiet ideal zum Motorschlittenfahren, für Cross-Langlauf und Eisfischen. www.interlaketourism.com

Lake Winnipeg

Keine Stunde Autofahrt von der lebhaften Provinzhauptstadt Winnipeg entfernt liegt der wunderbare Lake Winnipeg. Mit seinen fast 25.000 km² steht der größte See Manitobas auf der weltweiten Größenrangliste der Süßwasserseen auf Platz 10. Seine malerische Küstenlandschaft versprüht schon fast maritimes Ambiente, so dass man sich eigentlich eher vorkommen wie am Meer: Hier ein Leuchtturm, da ein kleines Fischerdorf, dort ein Yachthafen, Wassersportler, Wellengang mit (Meeres-)Rauschen und nicht zuletzt die vielen feinen Sandstrände, die sich vor allem im Süden des Sees aneinanderreihen.

Winnipeg Beach

Bereits im frühen 19. Jahrhundert war Winnipeg Beach am südlichen Westufer des Sees ein beliebtes Strandbad für Manitobas Hauptstädter. In den Anfangszeiten kamen die Menschen mit dem Zug aus der Provinzhauptstadt und trugen noch Badekleider, die bis zum Boden reichten – aber Spaß hatten sie bereits damals jede Menge! Heute laden Strand und Wasser zum (Sonnen-)Baden, Beach-Volleyball, Segeln oder Surfen ein. Eine lange Uferpromenade erstreckt sich direkt hinter dem Strand entlang der Küste und animiert zu gemütlichen Spaziergängen. Am Wochenende spielen Live-Bands und die frei nutzbaren Barbecue Grills werden angeschmissen. Kleine Geschäfte und Restaurants laden zum Bummeln ein.

Gimli

Etwas weiter nördlich liegt das Küstenstädtchen Gimli, ein echtes kleines Urlaubsparadies mit gemütlicher Uferpromenade und prächtigem Yachthafen, in dem sich im Sommer die Segelboote der Sommergäste aneinanderreihen und für ein wundervolles Urlaubsgefühl sorgen. Der stadtnahe Sandstrand Gimli Beach ist extrem weitläufig und führt flach ins Wasser, so dass man sich im Campingstuhl direkt in den See setzen kann. Füße im erfrischenden, kristallklaren Wasser, Sonnenkäppi auf dem Kopf, Buch im Schoß – so lässt es sich aushalten!

Hecla / Grindstone Provincial Park in Manitoba, Kanada. Foto: Denkzauber

Hecla / Grindstone Provincial Park

Beschauliche Inselwelt in Kanadas Mitte
Hier ist es weniger touristisch, dafür etwas windiger und kühler als im Süden des Lake Winnipeg. Aber die vielseitige Landschaft und das intensive Naturerlebnis kann für die fehlende Beach Bar mehr als entschädigen! mehr +

Foto: Denkzauber

Auch an der Ostküste des Lake Winnipeg gibt es viele wunderbare Sandstrände, allen voran Grand Beach, Lester Beach, Victoria Beach und Beaconia Beach – Manitobas einziger Nudistenstrand. Der feine Sandstrand eignet sich perfekt für nackte Tatsachen!

Lake Manitoba

Echtes Karibik-Feeling gibt es am Steep Rock am östlichen Ufer des Lake Manitoba! Hier leuchtet das Wasser türkisblau, die Strände sind mit feinem Sand überzogen und eine einzigartige Klippen-Szenerie aus Kalksteinfelsen prägt die Landschaft. An einer urigen Strandhütte werden kalte Getränke und Snacks angeboten sowie Kajaks und Kanus vermietet.

Nördlich des 53. Breitengrades – Entdecken Sie den hohen Norden

Die unberührten, schneebedeckten Landschaften im Norden werden Sie zum Staunen bringen. Ein großer Teil dieser nordischen Wildnis ist ursprüngliches, raues Land, wie Entdecker es mögen. Hier in der Wildnis leben Hunderte Arten von Tieren, wie Eisbären, der Beluga-Wal, Rentiere, Karibu und Polarfüchse. Das gewaltige Dröhnen majestätischer Wasserfälle, die Spannung beim Drill kapitaler Fische – die wirklich so groß sind, wie man hinterher erzählt bekommt – und die besondere Landschaft wird Sie packen und begeistern. Die Reise durch diese Landschaft, mit dem flirrenden Polarlicht über Ihnen und der Herzlichkeit der Menschen, wird Ihnen für immer in Erinnerung bleiben. www.tourismnorthmanitoba.com

Little Limestone Lake

Am Little Limestone Lake geht es besonders farbenfroh zu! Der See liegt auf Höhe des Nordzipfels des Lake Winnipeg und gilt als einer der größten Kreide-Seen der Welt. Hier weht ein Hauch Karibik, wenn sich die Farbe des Sees mit der wärmer werdenden Temperatur verändert. Ein wahrer Schatz in Manitoba!

Churchill

Wer ein „echtes“ Meer sucht und gerne im Salzwasser schwimmen möchte, darf sich auf Badespaß an der Hudson‘s Bay Beach in Churchill im hohen Norden Manitobas freuen. Freundliche Badebegleitung ist dabei inklusive, denn beim Schwimmen trifft man hier im Sommer durchaus mal auf den ein oder anderen Belugawal! Allerdings darf man nicht zimperlich sein, was die Wassertemperaturen betrifft, denn die Hudson Bay schafft es auch im Sommer auf kaum mehr als 5° Celsius.

Pisew Falls Provincial Park

Eine erfrischende Gischt-Dusche darf man im Pisew Falls Provincial Park im nördlichen Manitoba genießen, wenn man auf dem rund 22 km langen Wanderpfad entlang des Grass River zwischen den Wasserfällen Pisew Falls und Kwasitchewan Falls unterwegs ist. Letztere sind mit 14,2 m Höhe Manitobas höchster Wasserfall!

Manitobas Osten – Sunrise Country

Wer das Abenteuer liebt und sucht wird hier an den wunderschönen Seen und Wasserwegen des Ostens fündig: Wildwasserfahrten, Kanutouren, Fischen und Jagen sind einige der Möglichkeiten. Kultur und Essen auf den Festen der Franzosen, Ukrainer, der Mischvölker wie den Métis und der eingeborenen Cree-Indianer werden Sie begeistern. Sie werden die spektakulären Vorzüge dieser Region lieben, ob Sie nun ein Kanu fahren, einen Wald durchwandern oder sich beim Angeln entspannen.
www.easternmanitobatourism.ca

Bloodvein River

Manitobas Flusslandschaft hat in punkto Wasserspaß einiges zu bieten: Nach einer abenteuerlichen Rafting Tour durch die Stromschnellen des Bloodvein River, der sich in der Wildnis Manitobas zwischen der Provinzgrenze zu Ontario und dem Lake Winnipeg erstreckt, hat man sich eine entspannte Abkühlung am malerischen Flussufer redlich verdient. Hier warten Granitfelsen, ausgezeichnete Angelmöglichkeiten, indigene Piktogramme und jede Menge wild lebender Tiere.

Brokenhead River

Jede Menge Spaß verspricht auch eine rasante Fahrt im Tube auf dem Brokenhead River bei Beausejour im Nordosten Winnipegs. Wenn man in einem der riesigen Schwimmreifen mit dem Fluss dahintreibt, bekommt Geschwindigkeit eine ganz andere Bedeutung.

Weite Sicht, weiter Himmel, weite Seele: das Parkland

Das Parkland mit dem Nationalpark Riding Mountain und zahlreichen anderen kleineren regionalen Naturparks ist ein Ort, wie es nicht viele in Kanada gibt. Die unberührten Seen, die endlose grüne Prärie und ausgedehnte Wälder bilden eine einzigartige Landschaft und bieten außerdem vorzügliche Möglichkeiten zum Fliegenfischen, zum Wandern auf den 400 Kilometern des Trans Canada Trail, viele Wintersportmöglichkeiten und erstklassige Jagdreviere. Die Feste, die historischen Orte und Kirchen zeugen von den Traditionen der europäischen Siedler mit ihrer Kultur und Architektur. Besuchen Sie Negrych Farmstead und Inglis Getreidesilos, einige der letzten Aufzüge aus Holz, die einst überall in der Prärie verbreitet waren. www.parklandtourism.com

Pembina Valley – Spüren Sie die Freiheit!

Hier erwartet Sie hinter jedem Hügel ein neues Erlebnis. Genießen Sie auf den farbenfrohen Bauernfesten die Schönheit des ländlichen Manitobas, der malerischen Städte und Dörfer. Die Maisfeste, die Apfelfeste und die Manitoba Stampede, das Fest der Viehbarone in Morris, werden Sie begeistern. Wenn Sie genug haben vom süßen Schmaus und der überwältigenden Gastfreundschaft fahren Sie durch die farbenfrohen Felder und Täler, die bis zum Horizont reichen. Oder besuchen Sie Bruce, einen 13 Meter langen Saurier im Candian Fossil Discovery Centre in Morden oder die Passionsspiele im Open-Air Theater. Feiern Sie die Erntezeit mit! www.pembinavalleytourism.com

Central Plains – Aber Hallo: Echos und Legenden

Kommen Sie in die Ebene, in das Herz von Manitoba. In den flachen Weiten der Central Plains kommen Naturliebhaber voll auf ihre Kosten, vor allem um Vögel zu beobachten ist die Gegend ideal. Oder schließen Sie einfach die Augen und hören Sie den Donner der Hufe, wenn die Büffel über die Prärie „stompen“. Lauschen Sie dem Knarren und Knarzen der gemächlichen Ochsenwagen. Die Central Plains mit ihrer Geschichte und ihren Geschichten sind auf jeden Fall einen Besuch wert. www.echoesandlegends.com

Der wilde Westen

In der lebendigen Weite des Westens erwarten Sie am Besten das Unerwartete. In diesem Gebiet liegen die offene Prärie, die üppigen Wälder und die wandernden Sanddünen gleich nebeneinander. Entdecken Sie die dicht bewaldeten Ebenen, durch die Elche streifen, beobachten Sie die einzige Eidechsenart Manitobas. Manitobas wilder Westen ist voller Gegensätze und einer atemberaubenden Landschaft.
www.southwestmanitoba.ca

Geschichte, Geographie, Landschaft

Daten und Fakten über die kanadische Provinz Manitoba

Größe und Lage
Mit 649.947km2 ist Manitoba die fünf größte Provinz Kanadas. Die Provinz erstreckt sich von Norden nach Süden über 1.225 km und von Osten nach Westen über 793 km. Die Bodenfläche beträgt 548.355 km2 und Wasser bedeckt 101.592 km2. Die geografische Mitte Kanadas liegt auf dem TransCanada Highway bei 96° 48’ 35”, dies ist 29 km östlich von Winnipeg. Winnipeg ist die Hauptstadt der Provinz. Im Westen grenzt die Provinz an Saskatchewan, im Osten an Ontario und im Norden an Nunavut. Im Süden liegen die US-Staaten North Dakota und Minnesota. Manitoba ist die östlichste der drei Prärieprovinzen.

Landschaft
Manitoba ist geprägt durch Prärie im Süden, boreale Wälder mit Seen und Flüssen sowie Tundra im Norden.

Der Kanadische Schild prägt den Osten und nördliche Teile der Provinz; Felsige, hügelige Wald- und Seenlandschaft bestimmen hier das Landschaftsbild. Es gibt über 100.000 Seen in Manitoba, die rund 15 Prozent der Provinzfläche einnehmen. Während die meisten Seen in den nördlichen drei Fünfteln der Provinz liegen, befinden sich die drei größten Seen – Lake Winnipeg, Lake Winnipegosis und Lake Manitoba – in den südlichen zwei Fünfteln. Der größte See ist der Lake Winnipeg, zwei Autostunden von der Hauptstadt Winnipeg entfernt.

Lake Winnipeg zählt zu den größten Süßwasser-Seen der Welt und liegt auf Platz 12 nach dem Eriesee und vor dem Ontariosee. Lake Winnipeg ist rund 424 km lang. Der West Hawk Lake ist mit 111 Metern der tiefste See Manitobas. Man nimmt an, dass er durch einen Meteoriten geformt wurde.

Alle Gewässer Manitobas entwässern in die Hudson Bay. Die Flüsse Nelson, Churchill und Hayes ergießen sich direkt in die Hudson Bay. Der Saskatchewan River fließt von Westen in den Lake Winnipeg, der Winnipeg River von Osten und der Red River von Süden. Ein weiterer wichtiger Fluss ist der Assiniboine, er mündet in Winnipeg in den Red River. Die Provinz hat eine 645 km lange Küste an der Hudson Bay.

Die höchste Erhebung ist mit 831 m Baldy Mountain im Duck Mountain Provincial Park im Westen der Provinz.

Provinz- und Nationalparks
Mit zwei Nationalparks, dem Riding Mountain National Park und dem Wapusk National Park sowie 150 Provinz- und Stadtparks werden die verschiedensten Ökosysteme und Tiere der Provinz geschützt. Insgesamt sind es 15.000 km2 Fläche die unter Naturschutz stehen. Übrigens Wapusk kommt aus der Sprache der Cree Indianer und bedeutet „Weißer Bär“. In diesem Nationalpark werden nämlich die Geburtshöhlen der Eisbären geschützt.

In den Provinzparks sind verschiedene Outdoor-Aktivitäten möglich wie beispielsweise Kanu und Kajak fahren, Wandern, Schwimmen, Fischen, Reiten und Rad fahren.

Sprache
Englisch und Französisch (de jure) sind die offiziellen Sprachen der Provinz. Es gibt darüber hinaus viele Menschen, die russisch, isländisch, ukrainisch oder deutsch als weitere Sprache sprechen. Durch die Zuwanderung aus Asien sprechen viele Einwohner neben Englisch eine asiatische Sprache.

Klima
Die Temperaturen in Manitoba liegen im Juni im Durchschnitt bei 17° bis 24°C. Juli und August sind meistens die wärmsten Monate mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen von 25°C bis 35°C. Im September fallen die Temperaturen auf 8° bis 18°C.Der Winter ist kalt und frostig mit Durchschnittstemperaturen zwischen -13° und 0°C.

Einwohner
Manitoba hat 1,2 Millionen Einwohner, dass entspricht 2,2 Einwohner pro Quadratkilometer. Die meisten Städte liegen im südlichen Teil der Provinz. 75% der Einwohner leben in Städten und davon wiederum 75% in Winnipeg. Winnipeg hat 700.000 Einwohner. Weitere große Städte sind Brandon, Dauphin, Portage la Prairie, Selkirk und Flin Flon.

Vor der Ankunft der Europäer lebten verschiedene indianische Gruppen in der Region, heute beträgt der Anteil der First Nations an der Gesamtbevölkerung 7%. Die Nachkommen britischer, französischer, ukrainischer und deutscher Einwanderer stellen die größten ethnischen Gruppen.

Provinzname
Der Name der Provinz stammt wahrscheinlich aus der Sprache der Ureinwohner. Im Manitobasee gibt es eine Landenge, gegen deren Ufer das Wasser schlägt und ein eigentümliches Echo erzeugt. Die Ureinwohner schrieben dieses Geräusch dem „großen Geist Manitou“ zu und nannten den Ort Manitou-wabpow, was so viel bedeutet wie „Manitous enger Weg“. Aus Manitou-wabpow wurde dann später Manitoba.

Geschichte
Vor mehr als 10.000 Jahren kamen die ersten Jäger und Sammler in das Gebiet der heutigen Provinz. Der erste Europäer erreichte das heutige Manitoba im Jahr 1612. Der erste nicht Ureinwohner, der das Gebiet erforschte war Henry Kelsey, der 1690 durch den nördlichen Teil der Provinz reiste. Im Jahr 1738 wurde das Fort Rouge am Zusammenfluss des Red und Assiniboine Flusses erbaut. „The Forks” wie das Gebiet um den Zusammenfluss noch heute genannt wird, war das Zentrum eines gedeihenden Pelzhandels.

Im Jahr 1812 gründete die Hudson Bay Company auf betreiben von Lord Selkirk die Siedlung Red River am Zusammenfluss von Red River und Assiniboine River. Selkirks Traum war es, die Landwirtschaft in Manitoba großflächig auf- und auszubauen. Dies Stand aber im Kontrast zu der Lebensart und –form der Métis sowie deren Rechte und Kultur. Riel kämpfte für die Rechte und Kultur der Métis. Es kam zu kriegerischen Aufständen zwischen den Métis und der Regierung.

1867 wurde die Canadian Dominion gegründet, sie gilt als Vorläufer des heutigen Kanadas. Die kanadische Regierung kaufte 1869 der Hudson Bay Company ihre Gebiete ab, auch in Manitoba.

Louis Riel, der Führer der Métis, entwarf die Bill of Rights. Unter diese Regeln und Rechten stimmten die Métis zu, Teil des neuen Landes zu werden. 1870 wurde Manitoba die fünfte Provinz Kanadas. Ab 1895 kamen immer mehr Siedler nach Manitoba. Als die Ära des Pelzhandels endgültig zu Ende ging, rückten die Farmer in den Vordergrund. In den darauf folgenden Jahren entwickelte sich Manitoba im Allgemeinen und Winnipeg im Besonderen zu einem Mittelpunkt für Aktivitäten in der Landwirtschaft, im Handel und in der Produktion.

Louis Riel (1844-1885)
Politiker und Rebell, Führer der Métis und anerkannter “Vater Manitobas”. Er führte die Métis während der Red River Rebellion an, um eine eigene Provinz zu gründen. Er war Hauptverantwortlicher für den Eintritt Manitobas als Provinz in die Konföderation. Riel wurde in Regina festgenommen und exekutiert, wegen seiner Beteiligung an der Northwest Rebellion im Jahr 1885. Seine Leiche wurde nach Winnipeg zurückgebracht und auf dem Friedhof der St. Boniface Basilika begraben. Eine Statue zu seinen Ehren steht beim Parlamentsgebäude und in St. Boniface.

Wirtschaft
Manitoba ist ein pulsierendes Zentrum der Finanzwirtschaft, des Handels, Großhandels und Sitz von Versicherungsunternehmen. Zu den wichtigsten Industriezweigen gehören die Getränke- und Nahrungsmittelproduktion, der Maschinenbau, die Metallverarbeitung und die Transportausrüstung. Darüber hinaus gibt es Produktionsfirmen im Bereich Mode, Möbel, Elektronik, Raumfahrt, und der Herstellung von landwirtschaftlichen Geräten. Niedrige Strompreise, im Überfluss vorhandenes Naturgas, Erdöl und elektrischer Strom sowie preiswerte, qualitativ hochwertige, weltweite Dienstleistungen auf dem Gebiet der Telekommunikation trugen dazu bei, dass Manitoba Industriestandards setzen konnte.

Weizen ist die wichtigste Anbaupflanze Manitobas, er macht die Hälfte aller angebauten Feldpflanzen aus. Gerste, Raps, Flachs, Hafer und Roggen folgen. Dazu kommen spezielle Feldpflanzen wie Sonnenblumen, Mais, Buchweizen, Sojabohnen, Linsen und Felderbsen. Viehhaltung und Gartenbau spielen ebenfalls eine Rolle.

Die Nickelproduktion ist der wichtigste Bereich in der Bergbauindustrie der Provinz, gefolgt von Kupfer, Zink, Cadmium, Gold, Silber, Selen, Tellur, Tantal und Cäsium. Die Industrie-Mineralien werden auch gebrochen, um sie für Rohmaterial auf dem Bau oder für Spezialzwecke zu nutzen.

Manitoba exportiert Strom aus Wasserkraft. Die meisten Wasserkraftwerke befinden sich nördlich des 53. Breitengrades.

Die Berufsfischerei ist bedeutend, insbesondere für einen Binnenstaat mit mehr als 14 Fischarten, die für den Handel gefangen werden.

Mehr als die Hälfte der Landfläche Manitobas ist als Waldgebiet eingestuft, das ist mehr als dreimal so viel, wie als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen ist. Fünfzehn Gebiete sind als staatseigene Provinzwälder für die Gewinnung von Industrie- und Sägeholz reserviert.

Zugehörigkeit zu Kanada
Beitritt in die kanadische Konföderation am 15. Juli 1870.

Provinzsymbole
Flagge: Rotes Flaggentuch mit dem Union Jack im oberen Quadrat auf der Seite der Fahnenstange und dem Provinzwappen in der Mitte der anderen Hälfte.
Der Provinzvogel ist der Bartkauz.
Die Provinzblume ist der Präriekrokus.
Zum Provinztier wurde der Bison ernannt
Der Provinzbaum ist die Weißfichte.

Winni der Bär
Die Bärenfigur Winnie-the-Pooh von A.A. Milne entstand durch einen Bären im Londoner Zoo. 1916 brachte der Soldat Harry Colebourne aus Winnipeg, ein verwaistes Bärenkind zu seinem Regiment und nannte es nach seiner Heimatstadt Winnipeg „Winnie“. Während des Krieges wurde der Bär im Londoner Zoo untergebracht, wo er zu einem der beliebtesten Attraktionen wurde. Unter den Besuchern waren der Autor A. A. Milne und sein Sohn Christopher. Inspiriert durch Winnie, erzählte Milne seinem Sohn Geschichten über einem Jungen namens Christopher, einem Bären, und dessen Freunden aus dem Tierreich. So wurde Winnie das Vorbild für A.A. Milnes klassische Kindergeschichten von Winnie-the-Pooh, das später von Walt Disney aufgegriffen wurde.

International Peace Garden
Der International Peace Garden auf der Grenze von Manitoba und Norddakota ist der weltgrößte dem Frieden gewidmete Garten. Er ist der einzige Ort in der Welt, außerhalb von New York, in dem es eine Gedenkstätte für den 11. September 2001 gibt. Es sind Stahlträger von den zerstörten Zwillingstürmen.

Feiertage
Kanada und die USA haben vielfach die gleichen Feiertage. Viele Feiertage werden in beiden Ländern an ein Wochenende angehängt. Die folgenden Feiertage sind die offiziellen kirchlichen und gesetzlichen Feiertage, welche von den meisten Unternehmen und Behörden Manitobas eingehalten werden.

1. 1. Januar Neujahrstag,
2. 3. Montag im Februar Louis Riel Tag
3. Karfreitag und Ostermontag
4. 3. Montag im Mai Victoria Day
5. 1. Juli Kanadatag
6. 1. Montag im August Civic Holiday
7. 1. Montag im September Tag der Arbeit
8. 2. Montag im Oktober Erntedankfest
9. 11. November Remembrance Day
10. 25. und 26. Dezember Weihnachten.

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