Alberta, die Heimat der kanadischen Rocky Mountains, ist die viertgrößte Provinz Kanadas mit einer Gesamtfläche von 661.185 Quadratkilometern und circa drei Millionen Einwohnern. Alberta befindet sich im kanadischen Westen und ist eine der reichsten Provinzen des Landes.

Mit dem berühmten Pulverschnee in den Rocky Mountains, der Kultur der First Nations, den UNESCO-Welterbestätten – Dinosaur Provincial Park, Head-Smashed-In Buffalo Jump, Banff und Jasper National Park, Waterton Lakes/Glacier National Park und Wood Buffalo National Park – sowie den Metropolen Calgary und Edmonton ist Alberta ein ganzjähriges Reiseziel. Alberta ist über die internationalen Flughäfen von Calgary und Edmonton gut erreichbar.

Alberta ist eine der vielfältigsten Regionen Kanadas. Von der Höhe der Rocky Mountains, der Weite der Prärie, der Vielzahl der Seen bis zur Unermesslichkeit seiner Wälder bietet die Provinz Naturfreunden und Aktivurlaubern eine unglaubliche Fülle und Abwechslung.

Skifahren, Bergsteigen, Wandern, Fischen, Reiten, Kanufahren, Touren mit dem Wohnmobil? In Alberta ist dies alles und noch viel mehr möglich. Dabei besteht keine Gefahr sich gegenseitig auf die Füße zu treten: Mit nur vier Einwohnern je Quadratkilometer bietet Alberta viel Platz. Und wer Lust auf ein urbanes Abenteuer hat, wird auch nicht enttäuscht: Die größeren Städte veranstalten gerade im Sommer ein beeindruckendes Kulturprogramm und zahlreiche Festivals.

Vielfalt und Vielseitigkeit zeichnen die Provinz im Westen Kanadas aus. Alberta schützt den Reichtum seiner Flora und Fauna in fünf Nationalparks und 68 Provinzparks, in denen naturnaher Tourismus zugelassen ist. Mit etwas Glück entdecken Besucher hier Rocky Mountain-Schafe, Bergziegen, Elche, Bären, Bisons und sogar die selten gewordenen Waldkaribus. Wander- und Reitwege erschließen diese Naturreservate, die insgesamt 300 Vogel-, 90 Säugetier-, 50 Fischarten, 18 Reptilien und Amphibiengattungen und 1.700 blühende Pflanzenarten beheimaten.

Paradies für Aktivurlauber, Kultur- und Naturfreunde

Wer Aktivurlaub schätzt, findet in Alberta sein Paradies. Bergsteigen, Klettern, Kajak-, Kanu-, Wildwasserfahren und Angeln sind nur einige von vielen Möglichkeiten, hier Abenteuer zu erleben. Die majestätischen Rocky Mountains, die Albertas westliche Grenze markieren, sind ein perfektes Gelände für Mountainbiker. Aber auch weniger sportliche Radfahrer werden am gut ausgebauten Radwegenetz ihre helle Freude haben. Natürlich lässt sich das Land auch vom Rücken eines Pferdes hervorragend erkunden. Wer es lieber motorisiert mag, mietet ein All-Terrain Vehicle (ATV) oder erkundet in Ruhe mit dem Wohnmobil die grenzenlose Weite des Landes.

Trotz aller Wildheit und Unberührtheit der Natur – den Besucher erwartet in Alberta ein gut ausgebautes Straßennetz, luxuriöse Resorts, saubere Hotels, gemütliche Lodges und freundliche Menschen. In den Städten finden sich bunte Märkte, vorzügliche Restaurants, rustikale Saloons und schicke Jazzclubs. Besonders im Sommer bieten zahlreiche Festivals Kultur für jeden Geschmack: Galerien, Theater, Klassik, Jazz, Folk, Country, Kunst, die Kultur der Cowboys und der First Nations und vieles mehr.

Albertas Metropolen: Calgary und Edmonton

Calgary Skyline mit Saddledome, Calgary, Alberta, Kanada. Foto: skeeze / Pixabay, CC0

Calgary

Tor zu den Rocky Mountains
Calgary ist eine lebendige und pulsierende Stadt, mit einer Vielfalt an Attraktionen. Die Kulisse der nahen Rocky Mountains und die gletschergespeisten Flüsse Bow und Elbow prägen das Stadtbild. ... mehr +

Foto: skeeze / Pixabay, CC0

Edmonton Skyline, Alberta, Kanada. Foto: Pixabay #174104, Public Domain

Edmonton

Ideale Kombination von Natur und Stadtkultur
Albertas Hauptstadt liegt im Norden der Provinz. Als Ausgangsort für Fahrten in den nahen Elk Island National Park und den in den Rocky Mountains gelegenen Jasper National Park, ... mehr +

Foto: Pixabay

Im Land der Cowboys und First Nations

Auch für Wildwestbegeisterte hat die Provinz eine Menge zu bieten: Alberta wird in Kanada auch das Land der Cowboys genannt. Und das hat nichts mit Wildwestromantik à la Hollywood zu tun, sondern ist hier noch aktuelle Realität und fester Bestandteil des Wirtschaftslebens. Auf einer Guest Ranch können Gäste selbst in die Rolle eines Cowboys oder -girls schlüpfen, mit Brandeisen arbeiten und Kühe melken. Geführte Pferdetouren durch abgelegene Schluchten, Täler und Berge sind bei vielen Anbietern im Preis inbegriffen. Im Norden nahe Grand Prairie und am Ufer des Lesser Slave La-ke können sogar Büffelfarmen besucht werden.

Cowboys sind heimliche Poeten, wie sie im Juni beim Cowboy Poetry Reading in Pincher Creek unter Beweis stellen. Barn Dances (traditionelle Cow-boy-Tanzveranstaltungen), Planwagenrennen und Rodeos sind weitere Events, die Sie überall in Alberta finden können. Die berühmte Calgary Stampede, die „größte Outdoor-Show“ der Welt, lockt Westernfans aus der ganzen Welt an.

70.000 Bürger Albertas sind First Nations, die meisten gehören den Stämmen Cree und Blackfoot an. Auch die indianische Kultur kann der Reisende kennen lernen: Bei Workshops, Touren, Übernachtungen in Tipis, Tierbeobachtungen und vielen weiteren Aktivitäten geben die Ureinwohner ihr einmaliges Verständnis vom Leben in und mit der Natur gerne an Gäste weiter. Bei zahlreichen Festivals und Events werden traditionelle Tänze und Riten gezeigt.

Nationalparks & Provinzparks

Besucher der Nationalparks und der historischen Stätten werden in Alberta das atemberaubende Columbia Icefield vorfinden, verschiedene für Nordamerika einzigartige Tierarten sowie Ruinen der Fellhandelsstationen, die vom Entdecker David Thompson benutzt wurden, als er auf der Suche nach einer Route quer über die Rocky Mountains war. Insgesamt fünf Nationalparks liegen in Alberta, wovon einige zu den UNESCO Welterben zählen, sowie über sechzig Provinzparks, von denen jeder mit einer eigenen Schönheit behaftet ist.

Aussicht von einem Hügel in der Nähe des Prince of Wales Hotel auf den Middle Waterton Lake (links) und Upper Waterton Lake (rechts), Waterton Lakes Nationalpark, Alberta, Kanada. Foto: Asymetric/Dustin Parr

Waterton Lakes Nationalpark

Juwel im Süden Albertas
Hier treffen die gewaltigen Rocky Mountains auf die endlosen Weiten der Prärie. Zusammen mit dem Glacier Nationalpark in den USA bildet der Waterton Lakes Nationalpark den ersten International Peace Park der Welt. mehr +

Foto: Asymetric/Dustin Parr

Astotin Lake, Elk Island National Park, Alberta, Kanada. Foto: Parks Canada/Gary Harrold

Elk Island Nationalpark

Geschützte Oase für seltene und gefährdete Tiere
Kanadas einziger Nationalpark, der in seiner Gesamtlänge von einem Zaun umgeben ist. Über 250 verschiedene Vogelarten, Bisonherden sowie seltene Tierarten bevölkern das Feuchtgebiet des Elk Island Nationalparks. mehr +

Foto: Parks Canada/Gary Harrold

Hoodoos im Writing-on-Stone Provincial Park, Alberta, Canada. Foto: Wikimedia Commons, CC0

Writing-on-Stone Provincial Park

Petroglyphen zwischen Klippen und Hoodoos
Das Schutzgebiet im äußersten Süden Albertas weist die größte Ansammlung an vorgeschichtlichen Felszeichnungen in den Great Plains auf. Besucher bekommen einen Einblick in die prähistorische Felskunst der First Nations. mehr +

Foto: Wikimedia Commons, CC0

Banff National Park

Eines der UNESCO Welterben und Kanadas ältester Nationalpark (1885). Gegründet wurde der National Park nachdem drei Arbeiter der Canadian Pacific Railway beim Bau der ersten Eisenbahnstrecke nach Westen auf Höhlen und heiße Quellen gestoßen waren.

Wenn man etwas Zeit mit einem Park Ranger hinter den Kulissen des ältesten Nationalparks Kanadas verbringt, versteht man, wie viele Gesichtspunkte aus Umwelt, Kultur, dem sozialen Umfeld und der Wirtschaft aufeinander abgestimmt werden müssen, um die Natur zu schützen und diesen Schutz aufrecht zu erhalten.

Die Nationalparks Jasper und Banff sind über den Icefields Parkway verbunden. Die Straße führt von Banff durch die kanadischen Rocky Mountains, vorbei am Columbia Icefield – der größten Ansammlung von Eis südlich des Polarkreises – bis nach Jasper.

Neben dem Moraine Lake im „Valley of the Ten Peaks“ ist auch der türkisfarbene Lake Louise eines der Highlights im Banff Nationalpark. An dessen Ufer liegt das historische Bergresort Fairmont Château Lake Louise. Das Hotel wurde ursprünglich als Basis für Outdoor-Enthusiasten und Alpinisten vor über 100 Jahren erbaut und ist heute ein Luxus-Bergresort mit 550 Zimmern. Es bietet zahlreiche Aktivitäten und Touren an, von Bergwanderungen und Kanufahrten im Sommer bis hin zu Skitouren im Winter.

Jasper National Park

Eines der UNESCO Welterben und das Juwel der Gletscher in den Kanadischen Rocky Mountains. Im Jasper National Park befindet sich das Columbia Icefield, welches zu den größten nichtpolaren Eisfeldern in Nordamerika zählt und acht Gletscher umfasst. Mit seinen 11.000 Quadratkilometern ist der Jasper National Park der größte Gebirgsnationalpark Kanadas. Der Jasper National Park feierte 2007 seinen 100sten Geburtstag.

Von den Bald Hills kann man einen fantastischen Blick auf den Maligne Lake und die umliegenden Gipfel genießen. (Wanderung 10,4 km hin und zurück, 500 Höhenmeter, 4-6 Stunden)

Besonders beliebt sind Rafting-Touren auf dem Fraser River, der als bestes Wildwasser-Gebiet in Jasper gilt. Urlauber, die von Mitte August bis Mitte September oder von Anfang bis Mitte Oktober den Fluss erkunden, werden Zeugen eines berühmten Naturschauspiels: Dann ziehen Königs- und Sockeyelachse flussaufwärts zu ihren Laichplätzen. Schwarzbären, Grizzlys und Weißkopfseeadler warten bereits an den Ufern auf ihr „Sushi to go“.

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5-stündige Fraser-Fluss-Rafting-Tour im Jasper-Nationalpark

5-stündige Fraser-Fluss-Rafting-Tour im Jasper-Nationalpark. Foto: GetYourGuide
Für diese 5-stündige Wildwasser-Rafting-Tour im Jasper-Nationalpark ist keine Erfahrung erforderlich. Paddeln Sie auf Stromschnellen der Klasse 3 auf dem Fraser-Fluss, bewundern Sie die atemberaubende Landschaft und beobachten Sie Wildtiere. MEHR +
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Dauer: 5 Stunden
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Wood Buffalo National Park

Eines der UNESCO Welterben und Heimat der größten Bevölkerung wilder Bisons in Nordamerika. Die Mündungen des Peace und des Athabasca Rivers bilden innerhalb des Parks das größte Inland-Wasserdelta der Welt. Der Wood Buffalo National Park ist so groß wie die Schweiz.

Dinosaur Provincial Park

Einige der umfangreichsten Vorkommen an prähistorischen Fossilien und Dinosaurierknochen wurden hier entdeckt. Die Fundstelle selbst zählt zu den zwei wichtigsten. Die mondähnliche Landschaft der Badlands und die Umgebung des Cottonwood River sind weitere signifikante Besonderheiten, die dazu geführt haben, dass der Provincial Park 1979 zum UNESCO Welterbe ernannt wurde. Riesige Skelette sind im nahegelegenen Royal Tyrrell Museum in Drumheller – dem größten Museum weltweit zum Thema Paläontologie – zu bestaunen. Noch heute finden hier wissenschaftliche Ausgrabungen statt, an denen auch Besucher selbst teilnehmen können. Interaktive Ausstellungen erläutern die Vergangenheit der bis zu 75 Millionen Jahre alten Dinosaurier-Gemeinschaften.

Badlands, Dinosaur Provincial Park, Alberta, Kanada. Foto: Travel Alberta
Badlands im Dinosaur Provincial Park in Alberta. Foto: Travel Alberta

Alberta setzt sich zusammen aus sechs Regionen:

  • Alberta South: Badlands & Prärien, Dinosaurier (Royal Tyrrell Museum, Dino¬saur Provincial Park – zweitgrößte Dinosaurierfundstelle der Welt).
  • Alberta Central: Farmlandschaften & Landwirtschaft, Tierbeobachtungen aller Art (Birdwatchers’ Paradise, Bären, etc.)
  • Alberta North: Outdoor Abenteuer in unberührter Natur, Wood Buffalo National Park, größtes Inlandswasserdelta in Nordamerika
  • Rocky Mountains: Icefields Parkway, Columbia Icefield, Jasper, Banff, Lake Louise
  • Edmonton: Capital City & Festival City, West Edmonton Mall, Elk Island National Park
  • Calgary: Calgary Stampede, aufstrebendes Wirtschaftszentrum mit Cowboyflair

Highlights:

  • Champagne Powder Skiing (trockenes Klima!)
  • Kanadas größter Bergnationalpark (Jasper) / Ältester Nationalpark (Banff)
  • 68 Provincial Parks und 5 National Parks mit vielfältiger Tierwelt
  • Nordamerikas einzige Region in der borealer Nadelwald, Prärie und Gebirgsökosystem aufeinander treffen.
  • Movie Heritage (von River of no Return über Brokeback Mountain bis hin zu Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford)
  • Dinosaurier
  • First Nations
  • Cowboy Heritage; Cowboy Trail, Ranch Stays, Rodeos
  • Outdoor Aktivitäten (Hiking, Biking, Rafting, Climbing, incl. Heli-Activitäten, etc.)
  • Winter Aktivitäten (Snowmobile-Touren, Hundeschlitten-Fahrten, Eisklettern, Eisfischen, Schneeschuhwandern, Skifahren, Langlauf)
  • Golf & Spa
  • Culinary (Cowboy Cuisine, Rocky Mountain Cuisine)

Klassische Reiserouten

Am besten kennen lernen kann man Alberta auf einer der vielen Reiserouten, die durch die Provinz führen und die von der südlichen Landesgrenze zu Montana bis nach Alaska reichen. Dazwischen befinden sich Dutzende von Routen – verträumte Strecken durch die Badlands bis hin zu atemberaubenden Abschnitten in der Bergwelt der Rocky Mountains. Viele dieser Reiserouten sind übersät mit interessanten Stopps und historischen Stätten und ziehen sich mit Leichtigkeit durch Albertas natürliche geografische Vielfalt. Die nachfolgend genannten Routen zählen zu den populärsten; eine komplette Übersicht über alle 31 Road Trips gibt es unter: www.TravelAlberta.com/trails

Der Badlands Trail – Zwei Billionen Jahre alte Felsen und die größte Ansammlung von Dinosaurierskeletten der Welt liegen auf dieser Route. Die geologische Geschichte Albertas kommt in der dürren, zerklüfteten Landschaft der Badlands besonders gut zum Ausdruck. Bonebeds, Anhäufungen von Wirbeltierknochen und –zähnen, sind Zeitzeugen der Vergangenheit. In Drumheller wurden sogar Dinosaurier als Wandgemälde an historischen Gebäuden verewigt. In der Stadt befindet sich nicht nur das populärste Museum Kanadas, das Royal Tyrell Museum of Palaentology, sondern auch der größte aus Fiberglas hergestellte Dinosaurier der Welt, ein Tyrannosaurus Rex. 106 Stufen führen direkt in das Maul zu einer Aussichtsplattform. Weiter geht die Reiseroute in den Dinosaur Provincial Park, wo man sich geführten Touren anschließen kann und somit Bereiche zu sehen bekommt, die sonst für den Publikumsverkehr gesperrt sind.

Der Cowboy Trail – Entlang des historischen Cowboy Trail kommt die Lebens¬art des „Alten Westens“ mit seiner Geschichte, den deftigen Mahlzeiten und der Kultur zur Geltung. Offiziell verläuft der 640 Kilometer lange Cowboy Trail von Mayerthorpe, nordwestlich von Edmonton, nach Cardston und endet in Pincher Creek, das unweit der Grenze zu Montana liegt. Im Schatten der nahe gelegenen Rocky Mountains variiert die Landschaft mit einer vielfältigen Tier- und Pflan-zenwelt. Entlang der Strecke lassen Cowboys ihre Viehherden auf saftigen Weiden grasen, und in den kleinen Städten, von denen viele ihren Ursprung bewahrt haben, finden im Sommer Rodeos statt. Die erste größere Ölquelle, die in Kanada 1914 entdeckt wurde, liegt an dieser Route im Turner Valley sowie auch Nordamerikas größte Kutschensammlung im Remington Alberta Carriage Centre.

Der Icefields Parkway – Der Icefields Parkway ist eine der spektakulärsten Panoramastraßen der Welt. Die Strecke verläuft bis zu 230 Kilometer parallel zur Great Divide in den Rocky Mountains. Entlang dieser Route befinden sich mehr als 200 Gletscher, von denen man die meisten sehr gut vom Highway einsehen kann. Wie jede Wasserscheide teilt auch die Great Divide das fließende Schmelz-wasser in verschiedene Flusssysteme. Das Besondere an der Great Divide in den Rocky Mountains ist, dass sie das Schmelzwasser in gleich drei ver¬schiedene Ozeane speist: westlich zum Pazifik, nördlich in den Arktischen Ozean und östlich über die Hudson Bay in den Atlantik. Dieses Phänomen ist fast einzigartig und tritt nur noch ein weiteres Mal in Sibirien auf. Das am Parkway gelegene Columbia Icefield ist das größte Schneefeld südlich des Nördlichen Polarkreises. Es misst 325 Quadratkilometer und hat eine Tiefe von bis zu 350 Metern. Entlang des Icefields Parkway liegen die Ortschaften Banff, Lake Louise und Jasper sowie unzählige wild rauschende Wasserfälle, türkisgrüne Bergseen und geheimnisvolle Canyons.

Albertas Weltklasse-Skigebiete im Überblick

International bekannt wurde Alberta als Skiregion spätestens mit den olympischen Winterspielen 1988, die in und um Calgary stattfanden. Die Rocky Mountains bieten neben hervorragenden Schneebedingungen – einem leichten und trockenen Pulverschnee, dem „Champagne Powder“ – ein besonders eindrucksvolles Panorama. Die folgenden Skigebiete zählen zur Weltspitze; darüber hinaus besitzt die westkanadische Provinz mehr als 66 regionale Skigebiete.

Nakiska Ski Resort

Das Nakiska Ski Resort liegt im Kananaskis Country und ist Calgarys Hausberg, da die „Cowtown“ in nur einer Stunde mit dem Auto zu erreichen ist. Dort ist das olympische Erbe noch immer zu spüren, denn die alpinen Skiwettbewerbe fanden hier 1988 am Mount Allan statt. Damals entstand hier auch der Ort Kananaskis Village, wo sich 2002 die Regierungschefs der G-8 zum Weltwirtschaftsgipfel trafen. Das Skigebiet verfügt über mehrere Lifte und ist bekannt für seine gut präparierten Steilhänge und baumgesäumten Strecken.

Nakiska ist ebenfalls eine gute Adresse für Snowboarder: Das Resort besitzt die älteste und beste Halfpipe- und Boardercross-Strecke. Darüber hinaus wird das Skigebiet als ein Alpine Canada Alpin (ACA) Training und Race Center genutzt. Freestyle-Skifahrer können auf den Skicross-Strecken ihr Können testen. Aber auch für Familienspaß ist gesorgt: Im Tubing Park kommen Alt und Jung ohne Skier auf ihre Kosten.

Urlauber, die in Banff oder Canmore untergebracht sind und gern die olympischen Pisten in Nakiska ausprobieren möchen, können einen täglich verkehrenden Shuttle-Bus nutzen. Die Transferzeit zwischen Banff und Nakiska beträgt circa 50 Minuten.

71 ausgewiesene Abfahrten,
davon 13% für Anfänger, 59% mittlere Schwierigkeit, 28% für Fortgeschrittene
befahrbares Terrain: 4 km²
längste Abfahrt: 3,3 km
Höhenunterschied: 735 m
Höhe der Talstation: 1.525 m
Gipfelhöhe: 2.260 m
Jährlicher Schneefall: 2,5 m
Lifte: 6
Webseite: www.skinakiska.com

Castle Mountain Resort

Im Süden der Provinz in der Nähe des Waterton Lakes National Park wird das Castle Mountain Resort als Geheimtipp gehandelt. Das noch fast unentdeckte Skigebiet umfasst sechs Lifte und ist in etwa zweieinhalb Autostunden von Calgary aus zu erreichen. Platzprobleme und Menschenmassen sind kein Thema.

Durch die besondere Lage kann Castle Mountain mit dem leichtesten und trockensten Pulverschnee in ganz Alberta aufwarten. Hier befindet sich eine der längsten Abfahrtsstrecken Kanadas, und der legendäre Tiefschnee macht das Heli-Skiing überflüssig. Waldabfahrten und extreme Steilhänge locken vor allem echte Cracks in diese Ecke Albertas, wo sich das einzige Cat-Skiing Terrain der Provinz befindet.

Stärkung nach einem anstrengenden Tag auf der Piste bieten das Restaurant Barnaby Steakhouse and Fireside Lounge sowie das Restaurant T-Bar Pub & Grill.

104 Abfahrten (mit Cat Skiing-Terrain),
davon 15% für Anfänger, 40% mittlere Schwierigkeit, 35% für Fortgeschrittene, 10% für Experten
längste Abfahrt: 5 km
Höhenunterschied: 863 m
Höhe der Talstation: 1.410 m
Gipfelhöhe: 2.273 m
Jährlicher Schneefall: 9,1 m
Lifte: 6
Webseite: www.skicastle.ca

St. Paul

Der einzige UFO-Landeplatz der Welt befindet sich im Städtchen St. Paul in der westkanadischen Provinz Alberta, zweieinhalb Autostunden östlich von Edmonton entfernt. Im Besucherzentrum im Galaxy Way erfahren Interessierte seit 1967 alles Wissenswerte über UFOs und außerirdische Phänomene wie etwa Getreidekreise. Das Gebäude ist einem Raumschiff nachempfunden und beherbergt auch das UFO Data Centre, das verschiedene UFO-Sichtungen dokumentiert und Erklärungen dazu liefert. Zusammen mit einem weiteren Zentrum in San Francisco gehört das Data Centre in St. Paul zu den beiden einzigen in Nordamerika. (stpaul.ab.ca)

Golf in Alberta – Abschlagen mit Wapitis

In Alberta werden nicht nur die Sportarten Eishockey und Skifahren groß geschrieben – auch Golfen hat hier einen hohen Stellenwert. Die westkanadische Provinz verfügt über bestens ausgebaute Anlagen eingebettet unter anderem in der malerischen Kulisse der Nationalparks.

Egal ob Banff, Jasper oder Canmore – Golfer aller Niveaus kommen hier auf ihre Kosten und können beim Abschlagen auf dem facettenreichen Terrain in den Rocky Mountains ihr Handicap verbessern. Eine besondere Herausforderung stellen die Wapiti-Hirsche dar, die gelegentlich die Golfplätze durchqueren uns sich in den Weg stellen können.

Einer der anspruchsvollsten Gebirgs-Golfplätze in Nordamerika ist der Silvertip Golf Course in Canmore vor den Toren des Banff National Park. Hier werden 18 Loch in einer beeindruckenden Bergkulisse gespielt. Das Golfen kann an so mancher Stelle sogar die Züge einer Wanderung annehmen, da Höhenunterschiede von bis zu 183 Metern überwunden werden müssen.

Abschläge in den imposanten Rocky Mountains in Banff und Jasper lassen sich gut mit einem Aufenthalt in den berühmten Fairmont-Häusern kombinieren. Der Fairmont Banff Springs Golf Course – der Golfplatz des berühmten Fairmont Banff Springs Hotels – stammt aus dem Jahr 1928 und wurde vom Architekten Stanley Thompson entworfen. An jedem der 18 Löcher erwartet die Spieler eine faszinierende Aussicht.

Fairmont Banff Springs Golf Course, Hole 14, Fairmont Banff Springs, Banff, Alberta, Kanada. Foto: Fairmont Hotels & Resorts
Fairmont Banff Springs Golf Course, Loch 14. Foto: Fairmont Hotels & Resorts

Auch die Fairmont Jasper Park Lodge mitten im Jasper National Park verfügt über einen legendären Golfplatz, der zu den besten Kanadas zählt. Der Fairmont Jasper Park Lodge Golf Course windet sich um den türkisblauen Lac Beauvert, der an drei Löchern ins Spiel kommt.

Fairmont Jasper Park Lodge Golf Course, Elk, Fairmont Jasper Park Lodge, Jasper, Alberta, Kanada. Foto: Fairmont Hotels & Resorts
Wapiti-Hirsch auf dem Fairmont Jasper Park Lodge Golf Course. Foto: Fairmont Hotels & Resorts

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