Québec, rund 4,5 Mal größer als Deutschland, ist die größte Provinz Kanadas und die französische Seele im englischsprachigen Kulturraum Nordamerikas. Aufgrund ihrer Geographie, ihrer Geschichte und ihrer lebendigen Kultur verzaubert die Provinz die Besucher. Jede ihrer 22 touristischen Regionen präsentiert sich mit einem eigenen Gesicht und starkem individuellen Charakter.

Berge, endlose Wälder und Seen soweit das Auge reicht – so stellt sich der Besucher die Provinz Québec vor und wird nicht enttäuscht. Zahlreiche Sportaktivitäten für die ganze Familie begeistern zwischen West und Ost sowie in den Städten Einheimische und Urlauber gleichermaßen.

Ob Sightseeing in der City, Ferien auf dem Lande, Aktivurlaub oder Naturgenuss pur – die Besucher Québecs dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Urlaubsangebot im Osten Kanadas freuen. Dort hat jede Jahreszeit ihren eigenen Reiz und läßt neue Seiten an Québec zum Vorschein kommen.

Wasser und Land gehen in der Urlaubsdestination Québec eine faszinierende Symbiose ein – und bieten Freizeitspaß pur. Unzählige Seen und Flüsse, darunter der mächtige Sankt-Lorenz-Strom, prägen Leben und Landschaft in der ostkanadischen Provinz Québec. Das Element Wasser ist hier allgegenwärtig, und eine Fülle an Freizeitaktivitäten rund um die Gewässer runden das Urlaubsvergnügen in Québec ab.

Das „Whale Watching“ ist zweifellos eine der Hauptattraktionen der Provinz Québec. Vor allem entlang der schönen Küstenlandschaft des Sankt-Lorenz-Stroms lassen sich die sanften Riesen sehr gut in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Der Strom ist ganzjährig die Heimat der seltenen Weißwale oder Belugas, die in ihrem Bestand stark gefährdet sind. Im Strom leben jedoch auch Finnwal, Schweinswal, Zwergwal, Buckelwal, Schwertwal, Langflossen-Grindwal und Blauwal.

Québec touristisch: Städte und Regionen

Es sind vor allem die Lebensfreude und der Charme des französischen „Savoir Vivre“, die jährlich Millionen von Besuchern in die Städte Québecs locken. Auf-grund des vielfältigen kulturellen Angebots, der hervorragenden Einkaufsmöglichkeiten und jährlich wiederkehrender Veranstaltungen wie zum Beispiel das internationale Sommerfestival, der Winterkarneval von Québec City sowie das Internationale Jazz-Festival in Montréal kann der Besucher seinen Aufenthalt ganz individuell zu jeder Jahreszeit gestalten.

Neben den zwei wichtigsten Städten Montréal und der Hauptstadt Québec City lässt sich Québec touristisch in fünf weitere Großregionen einteilen: die in den Atlantik ragende Gaspé-Halbinsel mit ihren vorgelagerten Inseln, das Südufer des Sankt-Lorenz-Stroms, die Laurentinischen Berge nördlich von Montréal, das Gebiet nördlich des Sankt-Lorenz-Stroms und nicht zuletzt der ausgedehnte Norden mit seiner baumlosen Tundra.

Das Luxushotel Château Frontenac im Zentrum der kanadischen Stadt Québec am Sankt-Lorenz-Strom gilt als eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Foto: Pixabay, CC0

Québec City

Eine der schönsten Städte Nordamerikas
Besonders populär ist die Lage Québecs am Ufer des Sankt-Lorenz-Stromes, die historischen Gebäude und das berühmte Hotel Château Frontenac mit Aussichtsterrasse über den Dächern der Stadt. mehr +

Foto: Pixabay, CC0

Montreal Skyline at Night, Quebec, Kanada. Foto: Pixabay, CC0

Montreal

Millionenstadt am Sankt-Lorenz-Strom
Kontrastreich zwischen Wolkenkratzern und alten Gebäuden begrüßt Montreal seine Gäste mit einer Mischung aus europäischem Chic, Avantgardismus und urbanem Trubel. mehr +

Foto: Pixabay, CC0

Gatineau

Bekannt durch seine spektakuläre Architektur, die an die Landschaft in Kanada erinnert, erzählt das Musée Canadien de l’Histoire / Canadian Museum of History (MCH) in Gatineau die mehr als 20.000 Jahre alte Geschichte des Landes, die Vielfältigkeit seiner Einwohner und die Traditionen der Ureinwohner. Die Ausstellung ist in drei große Bereiche unterteilt: die Geschichte vom 20. Jahrhundert bis heute, die Geschichte der Ureinwohner sowie die Sozialgeschichte. Mit mehr als 1,2 Millionen Besuchern im Jahr, gehört das MCH zu den wichtigsten Ausstellungshäusern des Landes. Darüber hinaus beheimatet das MCH das „Musée canadien des enfant“ (Kanadisches Kindermuseum) und bietet ein Theater mit 500 Plätzen und ein Kino mit 295 Plätzen. (historymuseum.ca)

Das Südufer des Sankt-Lorenz-Stroms

Am Südufer des Sankt-Lorenz liegt die gleichnamige Tiefebene, die vor allem landwirtschaftlich genutzt wird. Südlich und östlich schließt sich die von Ahornwäldern überzogene Appalachen-Region an. In südlicher Richtung liegen eingebettet zwischen Hügeln und Seen schmucke Dörfer und ehemalige Pioniersiedlungen (Regionen: Laval, Montérégie, Cantons de l’Est/Eastern Townships, Chaudière-Appalaches, Bas-Saint-Laurent).

Die Gaspé-Halbinsel

Ebenfalls am Südufer des Sankt-Lorenz-Stroms östlich von Québec City ragt die eindrucksvolle Gaspé-Halbinsel mit ihren hohen Klippen weit in den Atlantik hinein. Eine „Tour de la Gaspé“ mit Ausgangspunkt Québec City ist ein absolutes Muss bei jeder Rundreise durch Québec. An der Spitze der Gaspé-Halbinsel am Mündungstrichter des Sankt-Lorenz in den Atlantik liegt der sehenswerte „Forillon“-Nationalpark. Höhepunkt einer Reise durch die Gaspésie sind die Chic-Chocs-Berge im Innern der Halbinsel, die nur zu Fuß zugänglich sind. An der Nordseite des mit Straßen und Wanderwegen durchzogenen Naturschutz¬gebietes trotzen bis zu 200 Meter steil abfallende Felsen der stürmischen Brandung. Landschaftlicher Höhepunkt der Gaspé-Halbinsel ist die Gegend um das Städtchen Percé mit dem Wahrzeichen dieser Region, dem „Rocher Percé“, einem 430 Meter langen und 90 Meter hohen Felsen vor der Atlantikküste.

Für nur wenige Dollar ist ein kleiner Bootsausflug von Percé nach Bonaventure Island empfehlenswert: Auf dem knapp vier Quadratkilometer großen Felseiland befindet sich die größte Vogelbrutkolonie des Kontinents mit Seevögeln wie Basstölpel und Papageientaucher (Region: Gaspésie).

Der Fernwanderweg GR-A1 ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit des Internationalen Appalachian Trail, der Provinz Québec sowie des Französischen Wanderverbands. Der 650 Kilometer lange Trail gehört offiziell zum kanadischen Teil des International Appalachian Trails und startet in Matapedia im malerischen Matapedia Valley. Er führt weiter durch das Matane Wild Life Reserve und kreuzt den Gaspésie Nationalpark. Ziel sind die Gipfel des Mont Albert und des Mont Jacques Cartier mit Blick auf den beeindruckenden Sankt-Lorenz-Strom. Die gesamte Tour erstreckt sich über 40 Tage, die in verschiedenen Abschnitten durchgeführt werden kann. Entlang des Weges warten 23 Hütten und 35 Camping-Plätze auf die Wanderer.

Der Norden des Sankt-Lorenz-Stroms

Grandiose Landschaften mit Nationalparks und Tausenden von Seen charakterisieren das Gebiet nördlich des Sankt-Lorenz-Stroms (Regionen: Outaouais, Lanaudière, Coeur-du-Québec, Québec City Region, Charlevoix, Saguenay/Lac Saint-Jean).

Die Region Ouataouais ist eine Mischung aus städtischen und ländlichen Gebieten. Durch die Nähe zum englischsprachigen Teil Kanadas werden die Besucher in diesem Ganzjahresziel zweisprachig begrüßt.

Im Oméga Tierpark leben freilaufende einheimische Tiere in ihrem natürlichen Lebensumfeld. Das Tierreservat befindet sich Herzen der Region Outaouais zwischen der Metropole Montréal und der kanadischen Hauptstadt Ottawa und lädt auf einem Parcours von 15 Kilometern zu Begegnungen mit der kanadischen Tierwelt aus nächster Nähe ein. Ein Steg führt direkt über das Wolfsgehege und gibt so einen Einblick in den natürlichen Lebensraum der Wölfe. Eine Flugschau mit den bekanntesten nordamerikanischen Greifvögeln begeistert die Besucher. Dreimal täglich vollführen Adler, Falken und Bussarde die kühnsten Flugmanöver. Erfahrene Falkner vermitteln Wissenswertes rund um die Greifvogelwelt. Wer nach einem ereignisreichen Tag seinen Aufenthalt im Tierpark noch verlängern möchte, hat die Möglichkeit, in einem Tipi, Stelzenhaus oder in einer Holzhütte zu übernachten.

Der Nationalpark des Saguenay-Fjords ist vor allem für die enorme Vielfalt an Wanderwegen und Klettersteigen bekannt. Die Touren bieten faszinierende Schluchten, Wasserfälle und atemberaubende Ausblicke. Für Nervenkitzel sorgen Canoying oder Rafting. Reisenden auf der Suche nach einem besonderen Erlebnis, können aber auch an Bord eines Schlauchbootes oder Kajaks die wunderbaren Felsen und spektakuläre Landschaften des längsten Fjords der Welt genießen.

Von Mitte Mai bis Mitte Oktober tummeln sich hier Seehunde, Belugas und Wale – bis zu 13 verschiedene Arten. Diese können entweder an Bord eines Bootes oder aber von einer der Aussichtsplattformen am Ufer beobachtet werden.

Rund 30 Minuten von Québec City entfernt, finden Kunstliebhaber in Saint-Anne-de-Beaupré (Region Charlevoix) eine ganz besondere Kunstgalerie. Untergebracht in einem historischen Gebäude aus dem Jahr 1885 – einem der letzten Überbleibsel aus der Zeit der Pilger – hat sich die Galerie „Nu vu ni cornu“ auf Kunstwerke aus Québec spezialisiert. Ziel ist es, die Kreationen von rund vierzig regionalen Künstlern auf besondere Art, zum Beispiel mit tänzerischen und musikalischen Events, zu präsentieren. Neben Bildern und Skulpturen bietet die Galerie auch Fotografien, Schmuck und Keramiken an. Die Arbeiten spiegeln die hervorragende Qualität und Kreativität der Provinz Québec wider. (nivunicornu.com)

Saguenay – Lac-Saint-Jean

Unzählige Seen und Flüsse und einer der längsten Fjorde der Welt sind die Markenzeichen der gewaltigen Region Saguenay – Lac-Saint-Jean. Der Saguenay Fjord, der sich auf einer Länge von über 100 Kilometern erstreckt, ist ein Mekka für Aktivurlauber. Am Lac Saint-Jean treffen sich jedes Jahr Naturfreunde aus aller Welt: Auf speziellen Beobachtungstouren können sie zwischen Juni und Oktober die Wanderung weißer Beluga-Wale hautnah erleben, die im Fjord ihre Jungen zur Welt bringen. Auch Abenteuer- und Ökotourismus werden in der Region Saguenay – Lac-Saint-Jean groß geschrieben.

Glaskunst in seiner vollendeten Form erleben Besucher des Glasbläser Museum von Giuseppe Benedetto. Mit Eisen und Feuer werden aus Glas die spannendsten Gebilde und Formen gestaltet. Das Museum präsentiert eine breite Palette von Kreationen mit regionalem Einfluss, die traditionelle, zeitgenössische und experimentelle Inspirationen tragen. Gallerie d’art Touverre in Saguenay gehört zur Vereinigung Économusée®, die unter strengen Auflagen einheimische Produkte oder Handwerke auswählt und die Betriebe als Museen zertifiziert. (touverreen.weebly.com)

Die Laurentinischen Berge

Eine Autostunde nördlich von Montréal liegen die Hausberge der Metropole, die Laurentinischen Berge. Diese Mittelgebirgslandschaft ist durchzogen von Seen, Flüssen und Wäldern, zwischen denen sich kleine, malerische Orte mit guten Restau¬rants und Ferienhotels verstecken. Die Skigebiete der Laurentides – besonders Mont Tremblant, Sainte-Adèle und Sainte-Agathe – laden zum Skifahren ein und sind ein wahres Mekka für Schneeschuhläufer. Auch in den Sommermonaten sind die Laurentinischen Berge ein beliebtes Ausflugsziel: Ob mit Kanu, Mountain Bike oder Wanderschuhen – sie bieten Aktivurlaubern eine Fülle an Entdeckungsmöglichkeiten.

Der hohe Norden

Bis zur Hudson Bay und Ungava Bay im äußersten Norden Québecs dehnen sich eine Felslandschaft mit zahlreichen Seen und endlose Nadelwälder aus, die nördlich des 56. Breitengrades in baumlose Tundra übergehen. Dieser größte Teil Québecs mit seiner weiten, nahezu unerforschten Wildnis ist nur sehr spärlich besiedelt (Abitibi-Témiscamingue, Manicouagan, Duplessis, Grand-Nord Québécois).

In Abitibi-Témiscamingue tauchen die Reisenden in die satte Natur der westlichsten Region Québecs ein. Hier treffen Entdecker auf Wölfe und Bären ebenso wie auf die Ureinwohner der Provinz.

Das Wildtierheim Pageau ist ein absolutes Muss in der Region Abitibi-Téminscamingue im Westen von Québec. Hier werden seit 1986 wilde Tiere aufgenommen, die Hilfe und tiermedizinische Behandlung benötigen. Ein junges Paar, das sich ganz dem Schutz wilder Tiere widmet, ermöglicht seinen Schützlingen in ihrer natürlichen Umgebung zu leben und nach artgerechter Pflege wieder problemlos ausgewildert zu werden. Besucher können unter der Leitung eines kundigen Tierhüters unter anderem Virginia-Hirsche, Schwarzbären, Elche, Grauwölfe, Raubvögel, Rotfüchse oder auch Waschbären beobachten. In den letzten 30 Jahren konnten über 175 Tiere wieder in die freie Natur ausgewildert werden.

Die Inseln Québecs

Seehunde, Wale und Vögel lassen sich nirgendwo besser beobachten als auf den zahlreichen Inseln im Atlantik und im Sankt-Lorenz-Strom; die Îles-de-la-Madeleine oder das Mingan-Archipel beispielsweise gelten noch immer als Geheimtipp. Die meisten davon sind idyllisch gelegene Vogel- und Naturschutzparadiese. Die größte der Atlantikinseln, die Île d’Anticosti, liegt nordöstlich der Gaspé-Halbinsel (Regionen: Teile von Duplessis sowie Îles-de-la-Madeleine; Inseln im Sankt-Lorenz-Strom).

Zu Fuß durch den Indian Summer: Die schönsten Wanderrouten in der Provinz Québec

Endlose Weiten, nur vom Himmel begrenzt – so erleben Urlauber die Provinz Québec. Die unglaubliche Vielfalt an Nationalparks und Tierschutzgebieten, die rund 3,6 Millionen Gewässer mit einer Gesamtfläche von 155.000 Quadratkilometern sowie 6.000 Kilometer Küstenlinie machen die „Belle Province“ zu einem Paradies für Outdoor-Fans. Besonders imposant sind die „Via Ferrata“: Klettersteige, die häufig auch über Schluchten und entlang der Felsen führen und damit Nervenkitzel pur bieten.

Die Einwohner Québecs feiern das „Festival der Farben“ – ein kurzes, aber umso faszinierenderes Schauspiel unter freiem Himmel, das man nicht so schnell vergisst. Das herrliche Wetter wird ein letztes Mal für Radwanderungen, Angelpartien oder Bootsausflüge auf dem Sankt-Lorenz-Strom genutzt und die letzten warmen Tage werden in vollen Zügen genossen. Apfelplantagen laden zum Selbstpflücken ein, Pilzliebhaber streifen durch die Wälder, und der Himmel bildet eine strahlendblaue Kulisse für die Scharen von Schnee- und Kanadagänsen, die in V-Formation zu ihrer Reise in den Süden aufbrechen.

Zu den fünf wohl schönsten Wanderwegen in Québec gehören:

  • der Sentier de L’Acropole-des-Draveurs im Parc national des Hautes-Gorges-de-la-Rivière-Malbaie in der Region Charlevoix (Länge: 10,4 km, Schwierigkeitsgrad: schwer),
  • der Sentier du Mont Albert im Parc national de la Gaspésie in der Gaspésie (Länge: 17,2 km, Schwierigkeitsgrad: schwer),
  • der Sentier du Mont Xalibu ebenfalls in der Gaspésie (Länge 10,4 km, Schwierigkeitsgrad: mittel),
  • der Sentier du Cap Trinité am Saguenay Fjord (Länge: sieben km, Schwierigkeitsgrad: leicht)
  • sowie der Sentier des Loups im Parc national de la Jacques-Cartier in der Region Québec (Länge: 10 km, Schwierigkeitsgrad schwer).

Die mit dem Gütesiegel „Aventure Écotourisme Québec“ ausgezeichneten Veranstalter bieten maßgeschneiderte Pakete für Ökotourismus und Abenteuerurlaub an, die strenge Kriterien in Bezug auf Qualität und Sicherheit erfüllen. (quebecadventure.ca)

Die Laubverfärbung setzt meistens in der zweiten Septemberhälfte ein. Glühendes Rot, warmes Orange und leuchtendes Gelb fügen sich zu einem atemberaubenden Farbenspiel zusammen. Auf ihrer Internetseite publiziert Tourisme Québec jedes Jahr den aktuellen Stand der Laubverfärbung an mehreren ausgewählten Standorten im südlichen Québec. Die Verfärbung hängt nicht nur von den Baumarten, sondern auch von der geografischen Lage, dem Breitengrad und der Sonnenscheindauer ab.

Walbeobachtung in Québec

Zwischen Mai und Oktober eignet sich die ostkanadische Provinz Québec bestens für die Walbeobachtung. In dieser Zeit tummeln sich die Meeressäuger im Sankt Lorenz Strom und am Saguenay Fjord. Québec ist eine der wenigen Regionen der Erde, wo Besucher insgesamt 13 verschiedene Walarten sichten können. Die besten Gebiete zur Beobachtung der Meeresriesen befinden sich im Charlevoix und in der Region Québec maritime. Ob mit dem Ausflugschiff, dem Schlauchboot, vom Kajak aus oder von Land – in Québec kann jeder Walbeobachter die gigantischen Meeressäuger entdecken.

Winter in der Provinz Québec

Für die Bewohner der Provinz Québec ist der Winter kein Grund zu Hause zu sitzen. Im Gegenteil: zahlreiche Festivals, Events und Sportveranstaltungen finden gerade jetzt in der kalten Jahreszeit statt und locken zu sportlichen Aktivitäten nach draußen:

Schneemobile und Hundeschlitten

Sechs Monate im Jahr ist in Kanada Winter und die Bewohner der Provinz Québec wissen die weiße Jahreszeit so richtig zu genießen. Denn von hier stammt wohl eine der wichtigsten Erfindungen des Landes: der Motorschlitten. Die Inuit benutzen die Schneemobile zur Jagd, die Kinder fahren auf ihnen zur Schule und auch für die Freizeit ist der „Moto Neige“ ein beliebtes Fortbewegungsmittel. Mittlerweile sind in Québec über 33.500 Pistenkilometer gespurt. Bereits 1922 entwickelte der aus Québec stammende Erfinder Joseph-Armand Bombardier den ersten Prototypen eines Kufenfahrzeugs mit Motor. Heute sind die Schlitten sehr leise und benzinsparend geworden und ein ideales Verkehrsmittel und Sportgerät im tiefen Schnee Kanadas.

Wer etwas ganz besonderes erleben möchte, kann in Québec den arktischen Winter auch bei einer ausgedehnten Hundeschlittentour entdecken. In den meisten Regionen nördlich des Sankt-Lorenz-Stroms werden diese rasanten Touren angeboten und versprechen ein einzigartiges Naturerlebnis. Wer mit dem Hundeschlitten unterwegs ist, verspürt die Freiheit und die Verbundenheit mit der Natur besonders deutlich. Zwar benötigt man für die Fahrt einiges an Kondition und Durchhaltevermögen um sich dem Rhythmus der Hunde anzupassen, aber wer einmal den Dreh raus hat, möchte nie wieder vom Schlitten heruntersteigen.

70 Skigebiete für Groß und Klein

In der Provinz Québec ist auf den Winter Verlass und Skifahrer und Snowboarder profitieren von einer langen Wintersaison. Da ein Großteil der Pisten auch nachts beleuchtet ist, können Skifans fast „rund um die Uhr“ auf den Brettern stehen. Einige Gipfel im südlichen Québec bieten einen atemberaubenden Blick auf den St.-Lorenz-Strom. Und beim traditionellen Après-Ski sind gutes Essen und ausgelassene Stimmung garantiert.

Die 70 Skigebiete mit rund 800 Pisten ziehen sich über zwei große Bergketten, die Laurentinischen Berge und die Appalachen. Sie liegen in der Nähe von Montréal und Québec City und werden sowohl von internationalen Skiprofis als auch Amateuren gern besucht. Der Ort Mont-Tremblant, der bereits mehrfach vom deutschen Ski Magazin auf Platz 1 aller ostkanadischen Skiorte gewählt wurde, ist von Montréal in nur eineinhalb Stunden erreichbar.

Skifahren am Mont Tremblant, Quebec, Kanada. Foto: Station Mont Tremblant via Flickr, CC BY 2.0
Skifahren am Mont Tremblant, Quebec, Kanada. Foto: Station Mont Tremblant via Flickr, CC BY 2.0

Der Zucker des Frühlings! Ahornsirup-Ernte in Québec

Pünktlich zum Frühlingsanfang beginnt die Zeit, um in der kanadischen Provinz Québec mit der Ahornsirup-Ernte zu starten. Doch dafür müssen ganz bestimmte Bedingungen herrschen und das Zeitfenster für das „Abzapfen“ des süßen Saftes ist nur klein – in der Regel zwischen Ende Februar bis in den April hinein. Sind die Nächte noch frostig, der Boden aber tagsüber bereits von der Wärme der Sonne erwärmt, wandelt sich die angesammelte Stärke in Zucker um. Ist der Saft einmal abgezapft, muss die Sirup-Herstellung zügig vorangehen, denn sonst beginnt er zu gären.

Während dieser Zeit stapfen hemdsärmelige Männer von Baum zu Baum und aus kleinen Hütten kräuselt sich Rauch in die klare Luft. Über Feuer wird der Saft zum wertvollen Ahornsirup eingekocht. Vierzig Liter aus einem Baum ergeben nur einen Liter Sirup, was seinen relativ hohen Preis erklärt.

Für die Bewohner der Provinz Québec ist das „sugaring off“, also das Einkochen des Ahornsaftes, eine der schönsten Aktivitäten des Jahres. Ein Zurück zur Natur. Viele Familien treffen sich auf dem Land, um gemeinsam anzupacken und beim „Sammeln“ des frischgezapften Saftes zu helfen.

Rund 72 Prozent der Ahornsirup-Produktion weltweit kommt aus der ostkanadischen Provinz Québec. Der klebrige Sirup mit dem leicht rauchig-harzigen Geschmack gilt seit Jahrhunderten als natürlicher Süßstoff – ein Bioprodukt im wahrsten Sinne des Wortes. Über 13.500 Landwirte haben im Jahr 2015 rund 53.000 Tonnen Ahornsirup produziert – für Millionen Pfannkuchen auf den Frühstückstischen in Nordamerika und in aller Welt.

Québecs Landwirte haben ein einzigartiges Know-how und Technologien entwickelt, um die Produktion und die Qualität des Ahornsirups kontinuierlich zu verbessern. Manche Betriebe haben sich auch auf Besucher und Touristen eingerichtet. In den sogenannten „Sugar Shacks“ kann die Produktion besichtigt werden und anschließend an robusten Holztischen deftige Québecer Hausmannskost mit viel Ahornsirup probiert werden.

Mehr über den goldenen Saft unter fpaq.ca/en

Ein Park für die ganze Familie: „Parc Omega“ in Montebello

Rund eineinhalb Stunden westlich von Montreal begrüßt der Parc Omega seine Besucher mit einer besonders vielfältigen Flora und Fauna. Ein in Québec einzigartiges Erlebnis ist die Auto-Safari durch das 2.200 Hektar große Wildgelände. Der Park ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet und bietet seinen Besuchern die Möglichkeit, auf der 15 Kilometer langen Tour wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung oder in begrenzten Wildlifegebieten zu beobachten: Beispielsweise Elche, Schwarzbären, weiße Wölfe, Wapitis und Schneeeulen. Für Outdoor-Fans empfiehlt es sich, die Nacht in einer der rustikalen Unterkünfte zu verbringen und vielleicht „Kopf an Kopf“ neben einem Bären zu schlafen.

Wiege des modernen Zirkus

Kanada und insbesondere die ostkanadische Provinz Québec war und ist schon immer das weltweite Zentrum des modernen Zirkus. Weltberühmt der Cirque du Soleil, doch auch andere Artistengruppen und Zirkusse sind mittlerweile mit ihren atemberaubenden Shows rund um den Globus unterwegs. Doch Akrobatik beeinflusst auch andere Bereiche – so zum Beispiel im Yoga.

Die Provinz Québec ist die Wiege des modernen Zirkus. Mit einer Mischung aus Disziplin, Poesie und Geschichte bringen die unterschiedlichen Ensembles seit rund 30 Jahren moderne Shows aus Tanz, Musik, Inszenierung und Schauspielkunst auf die Bühne.

Hier ein Blick auf die bedeutendsten Zirkustruppen Ostkanadas:

  • Der Cirque du Soleil, hierzulande wohl der bekannteste internationale Zirkus, wurde im Jahr 1982 von Guy Laliberté in der ostkanadischen Kleinstadt Baie-Saint-Paul gegründet. Die zunächst aus 20 Artisten und Künstlern bestehende Varieté- und Straßentheatergruppe erhielt 1984 den Auftrag, eine Show anlässlich der 450-Jahr-Feier zur Gründung Kanadas zu gestalten. Nach dem durchschlagenden Erfolg wurde aus der Gruppe offiziell der Cirque du Soleil. Mittlerweile hat sich der Zirkus aus Québec zu einem weltweit agierenden Unterhaltungskonzern mit rund 4.000 Mitarbeitern entwickelt, darunter allein 1.300 Artisten aus 50 Ländern.
     
  • Das Kollektiv Les 7 doigts de la main (Die sieben Finger der Hand) wurden von einem ehemaligen Künstler des Cirque du Soleil gegründet. Auf den Bühnen der Welt sorgen die sechs Männer und eine Frau mit ihrer außergewöhnlichen Performance für tänzerische Höhenflüge und poetischen Tiefgang.
     
  • Der kanadische Familienzirkus Le Cirque Alfonse ist eine Truppe von jungen Akrobaten aus der Zirkusschule in Montreal. Darunter eine Tänzerin, ein ehemaliger Ski Champion sowie zwei Musiker. Das aktuelle Programm handelt vom Leben in einem Holzfäller-Camp und sprüht vor Lebensfreude.
     
  • Die kanadischen Künstler der Machine de Cirque sind allesamt wahre Multi-Talente – sie sind Artisten und gleichzeitig Musiker. Die virtuose Akrobatik und das Entertainment haben sich zu einer Maschinerie verdichtet, in der es auf das kleinste Rädchen im Getriebe ankommt, um den Zuschauern ein atemberaubendes Gesamterlebnis zu garantieren.

Winter auf den Magdalenen-Inseln

Jedes Jahr können Einheimische und Besucher auf den Magdalenen-Inseln im Südosten des Sankt-Lorenz-Golfs die schneeweißen Sattelrobben beobachten. In der Zeit zwischen Ende Februar bis Mitte März wandern die Muttertiere von Grönland in den Sankt-Lorenz-Golf, um auf den gewaltigen Eisschollen ihre Jungen zu gebären. Früher wurden die kleinen weißen Baby-Sattelrobben wegen ihres weichen Fells gejagt, heute sind sie geschützt. Nur kleine Gruppen von Besuchern dürfen in ihre Nähe, um die faszinierenden Tiere live zu erleben. (tourismeilesdelamadeleine.com)

Skelettmuseum

Auf der „Île Verte“, der Grünen Insel inmitten des Sankt-Lorenz-Stroms, erwartet Besucher im Skelettmuseum (Musée du squelette / Animal Skeleton Museum) eine bemerkenswerte Sammlung von über 300 Skeletten und Schädeln von Mensch und Tier, darunter auch zahlreiche Skelette großer Meeressäuger. Kinder lieben vor allem die Überbleibsel der Dinosaurier. (ileverte-tourisme.com)

Québec
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